FEUCHTE KAMMERN

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„Meine Hand für Uschi“
Polaroid, destilliertes Wasser. Düsseldorf, 1994


„WASSER – ZEIT – STÄNDER“  – „FEUCHTE KAMMERN“

Ein Langzeit-Kunstprojekt von Wilfred H.G. Neuse, Düsseldorf, 2001 – 20XX (work in progress)

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Versandhalle Grevenbroich, 2002

Anläßlich des Kunstsommers 2002 in Grevenbroich wurde
mit vielen anderen Kunstaktionen  erstmalig das Projekt
„WASSER – ZEIT – STÄNDER“ 
„Zerwicklungen in dynamischer Wasserkonservation“
in der Versandhalle auf der Stadtparkinsel ausgestellt.

Das Konzept sieht vor, dass dieses Langzeit-Kunstprojekt durch die Mitwirkung interessierter Besucher und Kunstfreunde mitgestaltet und entsprechend laufend erweitert werden kann.

SPUREN DES SEINS UND DES VERGEHENS

  • Zeit aufhalten – Zeit wirken lassen – Wasser wirken lassen
  • „Aus dem Wasser kommend wird der Mensch auf artifizielle Art und Weise diesem wieder zugeführt.“
  • Der „eingefangene Moment“ eines menschlichen Individuums wird hierbei einem historischen Verfall unterworfen.
  • Durch die Zugabe mehrerer persönlicher Gegenstände werden
    „Träume“ konserviert und beseelt.
  • Oberflächen, Farben und Konsistenz der Gegenstände werden durch die Einwirkung des Wassers in andere Formen transzendiert.
  • Zerfall kontra Konservierung
  • Zerfall durch Wassereinwirkung – Konservierung durch Einschweißen
  • Wasser steht in dieser „Asservatenkammer“ bzw. „Feuchten Kammer“ sowohl für Leben als auch für Tod.
  • Der Zerfall läßt neue Formen, Strukturen und Mikroorganismen entstehen.
  • Für den Autor ein „moderner Totentanz“ mit ungewissem Ausgang.

Was bedeutet das ?
Interessierte Teilnehmer wurden zu besonderen Aktionen
seit 2002 bis heute immer wieder  vom Künstler
WHG Neuse mit einer Polaroid-Kamera porträtiert.
Diese Sofortbilder wurden zusammen mit ein bis mehreren kleineren, persönlichen Objekten/Gegenständen in einer beständigen, durchsichtigen Plastiktasche (Größe ca. DIN A 4)
mit ca. 100 ml. Wasser verschweißt.

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Frau Henze, Düsseldorf, 2009
  • Sie sollten bereit sein, diese Gegenstände für immer abzugeben.
  • Sie sollten etwas Persönliches darstellen und sie sollten sich damit identifizieren.
  • Es müssen keine Erklärungen zu den Gegenständen abgegeben werden,  aber der Künstler freut sich über alle Infos dazu.

Das erste Wasser wurde 2002 aus der Erft und aus dem Rhein geschöpft, 2003 aus dem Jordan und dem Toten Meer, 2007 aus der Düssel und 2009 bis 2011 aus verschiedenen Gewässern und 2018
wieder aus der Erft und der Düssel.
Der Veränderungsprozess in der „Feuchten Kammer“ wird kontinuierlich jährlich foto-dokumentiert.

Unter den Teilnehmern sind
Architekten, Hausfrauen, Anwälte, Bankdirektoren, Mediziner, Ordinarien, Rektoren, Studenten, Kaufleute, Jäger, Schützenkönige, Biologen, Künstler, Kinder, Klosterordinarien, Oberbürgermeister und Bürgermeister, Politiker, Beamte und viele andere.

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Dr. Irmgard Siebert, Düsseldorf, 2006
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Prof. Dr. med. Dr. hc mult. Thomas Ruzicka, Düsseldorf/München, 2006

Diese sogenannten „Feuchten Kammern“ werden bei besonderen Anlässen und Ausstellungen ausgestellt und kommentiert (wie 2004 in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf).

Haben Sie Interesse mitzumachen?
Der Künstler kommt für eine kurze Fotositzung bei Ihnen vorbei, macht Polaroids und nimmt die von Ihnen ausgesuchten Gegenstände/Objekte mit und

wird sie präparieren
bzw. einschweißen.

Während der jährlichen Kunstpunkte (offene Ateliers in Düsseldorf) haben die Besucher des Ateliers ebenfalls die Möglichkeit, sich vor Ort fotografieren und mit ihren Gegenständen in die Ausstellung integrieren zu lassen.

 

 

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Michael Vogel, 2002, Düsseldorf

 

Zur Zeit sind über 200 „FEUCHTE KAMMERN“ archiviert
und werden jedes Jahr dokumentiert.


 

 

 

 

„Feuchte Kammern 2018“
Versandhalle Grevenbroich

 

 

 

 

 


„FEUCHTE KAMMERN“
im Landtag Düsseldorf zur Nacht der Museen 2019