Wasserprojekt


Heinrich-Heine-Quartett
 
         

 

 

 

"Feuchte Kammern" - Polaroid-Wasser-Projekt


Ein Langzeit-Kunstprojekt von Wilfred H.G. Neuse,
Düsseldorf, 2001 - 20XX



Das Projekt entstand mit dem "WASSER - ZEIT - STÄNDER"
"Zerwicklungen in dynamischer Wasserkonservation"
anläßlich des Kunstsommers und der Kunstaktionen 2001 in Grevenbroich
und wurde dort erstmalig auf der Stadtparkinsel ausgestellt.

 

SEIN UND VERGEHEN
in einem kleinen Kosmos sichtbarmachen

- Zeit aufhalten - Zeit wirken lassen - Wasser wirken lassen

- "Aus dem Wasser kommend werden wir auf artifizielle Art und Weise diesem
wieder zugeführt."

- Der "eingefangene Moment" eines menschlichen Individuums wird hierbei
einem historischen Verfall unterworfen.

- Durch die Zugabe mehrerer persönlicher Gegenstände werden "Träume"
konserviert und beseelt.

- Oberflächen, Farben und Konsistenz der Gegenstände werden durch die
Einwirkung des Wassers in andere Formen transzendiert.

- Zerfall kontra Konservierung

- Zerfall durch Wassereinwirkung - Konservierung durch Einschweißen

- Wasser steht in dieser "Asservatenkammer" bzw. "Feuchten Kammer"
sowohl für Leben als auch für Tod.

- Der Zerfall läßt neue Formen, Strukturen und Mikroorganismen entstehen.

- Ein "moderner Totentanz" mit ungewissem Ausgang.

 

Dieses Langzeit-Kunstprojekt kann jederzeit durch Ihre Mitwirkung
mitgestaltet und entsprechend erweitert werden.

Was bedeutet das?

Interessierte Teilnehmer werden von Herrn Neuse mit einer Polaroid-Kamera porträtiert.
Diese Sofortbilder werden zusammen mit ein bis mehreren kleineren, persönlichen Objekten/Gegenständen in einer beständigen durchsichtigen Plastiktasche
(Größe ca. DIN A 4) mit ca. 100 ml. Wasser verschweißt.
Das erste Wasser wurde damals aus der Erft, aus dem Rhein, dem Jordan, dem Toten Meer,
2007 aus der Düssel und 2009 wieder aus dem Rhein geschöpft.
Der Veränderungsprozess wird von Anfang an kontinuierlich jährlich dokumentiert.
Die "Feuchten Kammern" werden bei besonderen Anlässen und Ausstellungen
ausgestellt und kommentiert (zuletzt 2004 in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf).

- Sie sollten bereit sein, diese Gegenstände für immer abzugeben.
- Sie sollten etwas Persönliches darstellen und sie sollten sich damit identifizieren.
- Es müssen keine Erklärungen zu den Gegenständen abgegeben werden,
aber der Künstler freut sich über alle Infos dazu.

Haben Sie Interesse mitzumachen?
Herr Neuse kommt für eine kurze Fotositzung bei Ihnen vorbei, macht Polaroids
und nimmt die von Ihnen ausgesuchten Gegenstände/Objekte mit
und wird sie präparieren/einschweißen.

Während der jährlichen Kunstpunkte haben die Besucher des Ateliers ebenfalls die Möglichkeit,
sich vor Ort fotografieren und mit ihren Gegenständen in die Ausstellung integrieren zu lassen.

Alle Teilnehmer erhalten eine kleine Sonder-Edition des Künstlers.

Über 100 "Feuchte Kammern" sind zur Zeit archiviert.

Bisherige Teilnehmer:
Architekten, Hausfrauen, Anwälte, Bankdirektoren, Mediziner, Ordinarien, Rektoren, Studenten, Kaufleute, Jäger, Schützenkönige, Biologen, Künstler, Kinder, Klosterordinarien, Ober- und Bürgermeister, Politiker, Beamte und viele andere.


"Feuchte Kammern" 2007 während der Kunstpunkte


"Wasser Sammeln"

Seit vielen Jahren sammelt Neuse Wasserproben aus der ganzen Welt.
Unzählige 0,25 ltr Flaschen mit Wasser aus fast allen Kontinenten
hat er u.a. mit Hilfe vieler Freunde und Bekannte sammeln können.
China, Australien, Nord- und Südamerika, sowie Indien und Europa
sind die Bereiche aus denen Wasser aller Meere
sowie aus Flüßen, Seen und Teichen bisher gesammelt wurden.
Wer iihm eine Wasserprobe mitbringt, diese mit genauen Namen der Entnahmestelle,
Datum, Uhrzeit und Namen des Spenders beschriftet,
erhält eine kleine Sonderedition.
Helfen Sie mit, das ganze wartet noch auf eine künstlerische Umsetzung.

Die letzten Proben hat er selbst an verschiedenen Stellen in Portugal geschöpft.